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Die meisten „brennenden Fragen“ der classischenPhilologie sind leidlich unbedeutend gegenüber dencentralen, die freilich nur wenige sehen. Wie gleichgültig,in welcher Reihenfolge die platonischen Dialoge ge-schrieben sind! Wie resultatlos die Echtheitsfrage beiAristoteles! Auch die metrische Feststellung eines carmenist etwas Geringes.
48.
Plato’s Feindseligkeit gegen die Kunst ist etwassehr Bedeutendes. Seine Lehrtendenz, der Weg zumWahren durch das Wissen, hat keinen grösseren Feindals den schönen Schein.
49.
Der platonische Dialog (verhält sich zum platonischenStaat wie die griechische Poesie zum athenischen Staat).Feindschaft gegen die Kunst.
Der idealistische Optimismus der Ethik (Moral undKunst).
Politische Leidenschaft.
Stellung der Tragiker zum Staat.
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In Plato höchste Verherrlichung der Dinge als derUrbilder: d. h. die Welt ganz vom Standpunkt des Auges(Apollo’s) angesehn.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Bd. IX.
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