78
In jeder Erscheinung höchster Trieb sich zu bejahen,bis sie endlich dem tslog verfällt.
42.
Die griechische Religion höher und tiefer als allespätem; ihr Band mit der Kunst. Ihr Höhepunkt So-phokles: ihr Ziel Daseinsseligkeit bei pessimistischenDenkern. Die tragische Weltansicht nur ein Mal, z. B.bei Sophokles (dem pessimistischen svxolog).
Der Werth der Religionen von ihrem Ziel aus zubeurtheilen (ihr tüog im unbewussten Willen).
(Wesen des Deutschen: Dyskolie mit idealistischemOptimismus.)
<#>
Die griechische Schlauheit in ihren Verpuppungen.
Die Bedeutung des Weibes für das ältere Hel-lenenthum.
Wissenschaftliche Begeisterungen z. B. bei den Py-thagoreern.
43 -
Die griechische Welt eine Blüthe des Willens. Wokamen die auf lösenden Elemente her? Aus der Blütheselbst. Der ungeheure Schönheitssinn, der die Idee derWahrheit in sich aufsaugte, Hess sie aUmählich frei. Dietragische Weltansicht ist der Grenzpunkt: Schönheitund Wahrheit hält sich die Wage. Zunächst ist dieTragödie ein Sieg der Schönheit über die Erkenntniss:die Schauer einer sich nahenden jenseitigen Welt werdenkünstlerisch erzeugt und damit ihr auflösendes Ueber-