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von kostümirten Sängern. Die Veranschaulichung durchdas Wort zur Phantasie geht voran, die durch die Actionkommt erst hinzu. Der Genuss und die Kunst zu hörenwaren bei den Griechen durch die epischen Rhapsodenund durch die Meliker bereits stark ausgebildet. Andrer-seits war die nachschaffende Phantasie bei ihnen vielthätiger und lebendiger, sie hatte die Anschaulichkeit derAction viel weniger nöthig. Dagegen brauchte der Ger-mane den Ausdruck der Verinnerlichung viel wenigerausser sich dargestellt aus einem inneren Überreichthumdaran. Die Griechen sahen die alte Tragödie, um sichzu sammeln, der Germane wollte aus sich heraus zurZerstreuung. Die Mysterien und Moralitäten waren trotzder Stoffe viel weltlicher, man kam und gieng, von einemAnfang und Ende war keine Rede, niemand wollte,niemand gab ein Ganzes. Umgekehrt bei den Griechen:man war religiös gestimmt, wenn man zuschaute. Eswar ein Hochamt, am Schlüsse die Verherrlichung desGottes, die man abwarten musste.
Man ist versucht und verführt die Reihe der Scenensich als Gemälde nebeneinander zu stellen und dies Ge-sammtbild seiner Composition nach zu untersuchen. Diesist eine wirkliche Verwirrung von Kunstprincipien, inso-fern man die Gesetze für das Nebeneinander auf das Auf-einander anwendet. Die Forderung der Einheit im Dramaist die des ungeduldigen Willens, der nicht ruhig an-schauen, sondern auf der eingeschlagenen Bahn unge-hemmt zu Ende stürmen will.
ii.
Einheit des Dichters und Componisten. Unsere Gegen-wart wäre zuerst befähigt diese Einheit zu begreifen, da