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gemischt, als „moderne Menschen“, und folglich wenigversucht, an jener verlognen Rassen-Selbstbewunderungund Unzucht theilzunehmen, welche sich heute in Deutsch-land als Zeichen deutscher Gesinnung zur Schau trägtund die bei dem Volke des „historischen Sinns“ zwiefachfalsch und unanständig anmuthet. Wir sind, mit EinemWorte — und es soll unser Ehrenwort sein! — guteEuropäer, die Erben Europa’s, die reichen, überhäuften,aber auch überreich verpflichteten Erben von Jahrtausendendes europäischen Geistes: als solche auch dem Christen-thum entwachsen und abhold, und gerade, weil wir ausihm gewachsen sind, weil unsre Vorfahren Christen vonrücksichtsloser Rechtschaffenheit des Christenthums waren,die ihrem Glauben willig Gut und Blut, Stand und Vater-land zum Opfer gebracht haben. Wir — thun desgleichen.Wofür doch? Für unsern Unglauben? Für jede Art Un-glauben? Nein, das wisst ihr besser, meine Freunde!Das verborgne J a in euch ist stärker als alle Neins undVielleichts, an denen ihr mit eurer Zeit krank seid; undwenn ihr aufs Meer müsst, ihr Auswanderer, so zwingtdazu auch euch — ein Glaube! . . .
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„Und werden wieder hell“. — Wir Freigebigenund Reichen des Geistes, die wir gleich offnen Brunnenan der Strasse stehn und es Niemandem wehren mögen,dass er aus uns schöpft: wir wissen uns leider nicht zuwehren, wo wir es möchten, wir können durch Nichtsverhindern, dass man uns trübt, finster macht, — dassdie Zeit, in der wir leben, ihr „Zeitlichstes“, dass derenschmutzige Vögel ihren Unrath, die Knaben ihren Krims-krams und erschöpfte, an uns ausruhende Wandrer ihr
Nietzsche, Werke BandV.
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