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Meisterschaft und Tüchtigkeit, und mit rücksichtslosesterAblehnung alles Scheinbaren, Halbechten, Aufgeputzten,Virtuosenhaften, Demagogischen, Schauspielerischen inlitteris et artibus — alles Dessen, was in Hinsicht aufunbedingte Probität von Zucht und Vorschulung sichnicht vor euch ausweisen kann! (Selbst Genie hilft übereinen solchen Mangel nicht hinweg, so sehr es auchüber ihn hinwegzutäuschen versteht: das begreift man,wenn man einmal unsern begabtesten Malern und Mu-sikern aus der Nähe zugesehn hat, — als welche Alle,fast ausnahmslos, sich durch eine listige Erfindsamkeitvon Manieren, von Nothbehelfen, selbst von Principienkünstlich und nachträglich den Anschein jener Probität,jener Solididät von Schulung und Cultur anzueignenwissen, freilich ohne damit sich selbst zu betrügen, ohnedamit ihr eignes schlechtes Gewissen dauernd mundtodtzu machen. Denn, ihr wisst es doch? alle grossen mo-dernen Künstler leiden am schlechten Gewissen . . .)
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Wie man zuerst bei Kunstwerken zu unter-scheiden hat. — Alles, was gedacht, gedichtet, gemalt,componirt, selbst gebaut und gebildet wird, gehört ent-weder zur monologischen Kunst oder zur Kunst vorZeugen. Unter letztere ist auch noch jene scheinbareMonolog-Kunst einzurechnen, welche den Glauben anGott in sich schliesst, die ganze Lyrik des Gebets: dennfür einen Frommen giebt es noch keine Einsamkeit, —diese Erfindung haben erst wir gemacht, wir Gottlosen.Ich kenne keinen tieferen Unterschied der gesammtenOptik eines Künstlers als diesen: ob er vom Auge desZeugen aus nach seinem werdenden Kunstwerke (nach