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Gewohnte; und das Gewohnte ist am schwersten zu „er-kennen“, das heisst als Problem zu sehen, das heisst alsfremd, als fern, als „ausser uns“ zu sehn . . . Die grosseSicherheit der natürlichen Wissenschaften im Verhältnisszur Psychologie und Kritik der Bewusstseins-Elemente —unnatürlichen Wissenschaften, wie man beinahe sagendürfte — ruht gerade darauf, dass sie das Fremde alsObject nehmen: während es fast etwas Widerspruchs-volles und Widersinniges ist, das Nicht-Fremde über-haupt als Object nehmen zu wollen . . .
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Inwiefern es in Europa immer „künstlerischer“zugehn wird. — Die Lebens-Fürsorge zwingt auch heutenoch — in unsrer Übergangszeit, wo so Vieles aufhörtzu zwingen — fast allen männlichen Europäern eine be-stimmte Rolle auf, ihren sogenannten Beruf; Einigenbleibt dabei die Freiheit, eine anscheinende Freiheit, dieseRolle selbst zu wählen, den Meisten wird sie gewählt.Das Ergebniss ist seltsam genug: fast alle Europäer ver-wechseln sich in einem vorgerückteren Alter mit ihrerRolle, sie selbst sind die Opfer ihres „guten Spiels“, sieselbst haben vergessen, wie sehr Zufall, Laune, Willkürdamals über sie verfügt haben, als sich ihr „Beruf“ ent-schied — und wie viele andre Rollen sie vielleicht hättenspielen können: denn es ist nunmehr zu spät! Tieferangesehn, ist aus der Rolle wirklich Charakter gewor-den, aus der Kunst Natur. Es gab Zeitalter, in denenman mit steifer Zuversichtlichkeit, ja mit Frömmigkeitan seine Vorherbestimmung für gerade diess Geschäft,gerade diesen Broderwerb glaubte und den Zufall darin,die Rolle, das Willkürliche schlechterdings nicht aner-