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Was es mit unsrer Heiterkeit auf sich hat. —Das grösste neuere Ereigniss, •— dass „Gott todt ist“,dass der Glaube an den christlichen Gott unglaubwürdiggeworden ist — beginnt bereits seine ersten Schattenüber Europa zu werfen. Für die Wenigen wenigstens,deren Augen, derer Argwohn in den Augen stark undfein genug für diess Schauspiel ist, scheint eben irgendeine Sonne untergegangen, irgend ein altes tiefes Ver-trauen in Zweifel umgedreht: ihnen muss unsre alte AVelttäglich abendlicher, misstrauischer, fremder, „älter“ scheinen.In der Hauptsache aber darf man sagen: das Ere'ignissselbst ist viel zu gross, zu fern, zu abseits vom Fassungs-vermögen Vieler, als dass auch nur seine Kunde schonangelangt heissen dürfte; geschweige denn, dass Vielebereits wüssten, was eigentlich sich damit begeben hat— und was Alles, nachdem dieser Glaube untergrabenist, nunmehr einfallen muss, weil es auf ihm gebaut, anihn gelehnt, in ihn hineingewachsen war: zum Beispielunsre ganze europäische Moral. Diese lange Fülle undFolge von Abbruch, Zerstörung, Untergang, Umsturz,die nun bevorsteht: wer erriethe heute schon genugdavon, um den Lehrer und Vorausverkünder dieser un-geheuren Logik von Schrecken abgeben zu müssen, denPropheten einer Verdüsterung und Sonnenfinsterniss,