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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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Willen in sich fühlt, grosse Schmerzen zuzufügen?Das Leidenkönnen ist das Wenigste: darin bringen esschwache Frauen und selbst Sclaven oft zur Meister-schaft. Aber nicht an innerer Noth und Unsicherheitzu Grunde gehn, wenn man grosses Leid zufügt undden Schrei dieses Leides hört das ist gross, dasgehört zur Grösse.

326.

Die Seelen-Ärzte und der Schmerz. AlleMoralprediger, wie auch alle Theologen, haben einegemeinsame Uhart: alle suchen den Menschen aufzu-reden, sie befänden sich sehr schlecht und es thue eineharte letzte radicale Cur noth. Und weil die Menscheninsgesammt jenen Lehrern ihr Ohr zu eifrig und ganzeJahrhunderte lang hingehalten haben, ist zuletzt wirk-lich Etwas von jenem Aberglauben, dass es ihnen sehrschlecht gehe, auf sie übergegangen: sodass sie jetztgar zu gerne einmal bereit sind, zu seufzen und Nichtsmehr ' am Leben zu finden, und miteinander betrübteMienen machen, wie als ob es doch gar schwer aus-zuhalten sei. In Wahrheit sind sie unbändig ihresLebens sicher und in dasselbe verliebt und voller un-säglicher Listen und Feinheiten, um das Unangenehmezu brechen und dem Schmerze und Unglücke seinenDorn auszuziehen. Es will mir scheinen, dass vomSchmerze und Unglücke immer übertrieben geredetwerde, wie als ob es eine Sache der guten Lebensartsei, hier zu übertreiben: man schweigt dagegen ge-flissentlich davon, dass es gegen den Schmerz eine Un-zahl Linderungsmittel giebt, wie Betäubungen, oder diefieberhafte Hast der Gedanken, oder eine ruhige Lage,oder gute und schlimme Erinnerungen, Absichten, LI off-