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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
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nöthig ist! Was nützt es uns, verborgen zu leben, wennwir nicht Das für uns behalten wollen, was Argernissgiebt? Wäre es nicht räthlicher, im Gewühl zu lebenund an den Einzelnen gutzumachen, was an Allen ge-sündigt werden soll und muss? Thöricht mit dem Thoren,eitel mit dem Eiteln, schwärmerisch mit dem Schwärmerzu sein? Wäre es nicht billig, bei einem solchen über-müthigen Grade der Abweichung im Ganzen? Wenn ichvon den Bosheiten Anderer gegen mich höre, istnicht mein erstes Gefühl das einer Genugthuung? Soist es recht! scheine ich mir zu ihnen zu sagenich stimme so wenig zu euch und habe so viel Wahr-heit auf meiner Seite: macht euch immerhin einen gutenTag auf meine Kosten, so oft ihr könnt! Hier sindmeine Mängel und Fehlgriffe, hier ist mein Wahn, meinUngeschmack, meine Verwirrung, meine Thränen, meineEitelkeit, meine Eulen-Verborgenheit, meine Widersprüche!Hier habt ihr zu lachen! So lacht denn auch und freuteuch! Ich bin nicht böse auf Gesetz und Natur derDinge, welche wollen, dass Mängel und Fehlgriffe Freudemachen! Freilich, es gab einmalschönere Zeiten,wo man sich noch mit jedem einigermaassen neuen Ge-danken so unentbehrlich fühlen konnte, um mit ihmauf die Strasse zu treten und Jedermann zuzurufen:Siehe! Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!Ich würde mich nicht vermissen, wenn ich fehlte. Ent-behrlich sind wir Alle! Aber, wie gesagt, so denkenwir nicht, wenn wir tapfer sind; wir denken nicht daran.

312.

Mein Hund. Ich habe meinem Schmerz einenNamen gegeben und rufe ihnHund, er ist ebenso

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