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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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ein schlechter war, bedeutet weniger, als man denkt, —genug, dass es Ein Geschmack ist! — Es werdendie starken, herrschsüchtigen Naturen sein, welche ineinem solchen Zwange, in einer solchen Gebundenheitund Vollendung unter dem eignen Gesetz ihre feinsteFreude geniessen; die Leidenschaft ihres gewaltigenWollens erleichtert sich beim Anblick aller stilisirtenNatur, aller besiegten und dienenden Natur; auch wennsie Paläste zu bauen und Gärten anzulegen haben, wider-strebt es ihnen, die Natur frei zu geben. — Umgekehrtsind es die schwachen, ihrer selber nicht mächtigenCharaktere, welche die Gebundenheit des Stils hassen:sie fühlen, dass, wenn ihnen dieser bitterböse Zwangauferlegt würde, sie unter ihm gemein werden müssten:sie werden Sclaven, sobald sie dienen, sie hassen dasDienen. Solche Geister — es können Geister erstenRanges sein — sind immer darauf aus, sich selber undihre Umgebungen als freie Natur — wild, willkürlich,phantastisch, unordentlich, überraschend •— zu gestaltenoder auszudeuten: und sie thun wohl daran, weil sie nurso sich selber wohlthun! Denn Eins ist Noth: dass derMensch seine Zufriedenheit mit sich erreiche — sei esnun durch diese oder jene Dichtung und Kunst: nurdann erst ist der Mensch überhaupt erträglich anzusehen!Wer mit sich unzufrieden ist, ist fortwährend bereit, sichdafür zu rächen: wir Anderen werden seine Opfer sein,und sei es auch nur darin, dass wir immer seinenhässlichen Anblick zu ertragen haben. Denn der An-blick des Hässlichen macht schlecht und düster.

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Genua. — Ich habe mir diese Stadt, ihre Land-häuser und Lustgärten und den weiten Umkreis ihrer