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■Wege zur nächsten Stadt gefragt wird: „Bewundere
dich selbst und lebe auf der Gasse!“ „Halt, rief derWeise, du verlangst zu viel, es genügt schon sichselber zu bewundern!“ Der Narr entgegnete: „Aberwie kann man beständig bewundern, ohne beständig zuverachten?“
214.
Der Glaube macht selig. — Die Tugend giebtnur Denen Glück und eine Art Seligkeit, welche denguten Glauben an ihre Tugend haben: — nicht aberjenen feineren Seelen, deren Tugend im tiefen Misstrauengegen sich und alle Tugend besteht. Zuletzt macht alsoauch hier „der Glaube selig“! — und wohlgemerkt, nichtdie Tugend!
215-
Ideal und Stoff. — Du hast da ein vornehmesIdeal vor Augen: aber bist d u auch ein so vornehmerStein, dass aus dir solch ein Götterbild gebildet werdendürfte? Und ohne diess — ist all deine Arbeit nichteine barbarische Bildhauerei? Eine Lästerung deinesIdeals?
216.
Gefahr in der Stimme. •— Mit einer sehr lautenStimme im Halse, ist man fast ausser Stande, feineSachen zu denken.
217.
Ursache und Wirkung. — Vor der Wirkungglaubt man an andre Ursachen als nach der Wirkung.