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kenntniss. Wo geherrscht wird, da giebt es Massen:wo Massen sind, da giebt es ein Bedürfniss nach Scla-verei. Wo es Sclaverei giebt, da sind der Individuennur wenige, und diese haben die Heerdeninstincte unddas Gewissen gegen sich.
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Zur Kritik der Heiligen. — Muss man denn,um eine Tugend zu haben, sie gerade in ihrer brutalstenGestalt haben wollen? — wie es die christlichen Heiligenwollten und nöthig hatten; als welche das Leben nurmit dem Gedanken ertrugen, dass beim Anblick ihrerTugend einen Jeden die Verachtung seiner selber an-wandele. Eine Tugend aber mit solcher Wirkung nenneich .brutal.
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Vom Ursprünge der Religion. — Das meta-physische Bedürfniss ist nicht der Ursprung der Reli-gionen, wie Schopenhauer will, sondern nur ein Nach-schössling derselben. Man hat sich unter derHerrschaft religiöser Gedanken an die Vorstellung einer„anderen (hinteren, unteren, oberen) Welt“ gewöhntund fühlt bei der Vernichtung des religiösen Wahnseine unbehagliche Leere und Entbehrung, — und nunwächst aus diesem Gefühle wieder eine „andere Welt“heraus, aber jetzt nur eine metaphysische und nichtmehr religiöse. Das aber, was in Urzeiten zur An-nahme einer „anderen Welt“ überhaupt führte, warnicht ein Trieb und Bedürfniss, sondern ein Irr-t h u m in der Auslegung bestimmter Naturvorgänge,eine Verlegenheit des Intellects.
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