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eine Gesundheit an sich giebt es nicht, und alle Versuche,ein Ding derart zu definiren, sind kläglich missrathen.Es kommt auf dein Ziel, deinen Horizont, deine Kräfte,deine Antriebe, deine Irrthümer und namentlich auf dieIdeale und Phantasmen deiner Seele an, um zu bestim-men, was selbst für deinen Leib Gesundheit zu be-deuten habe. Somit giebt es unzählige Gesundheitendes Leibes; und je mehr man dem Einzelnen und Un-vergleichlichen wieder erlaubt, sein Haupt zu erheben,je mehr man das Dogma von der „Gleichheit der Men-schen“ verlernt, um so mehr muss auch der Begriff einerNormal-Gesundheit, nebst Normal-Diät, Normal-Verlaufder Erkrankung, unsern Medicinern abhanden kommen.Und dann erst dürfte es an der Zeit sein, über Gesund-heit und Krankheit der Seele nachzudenken und dieeigenthümliche Tugend eines Jeden in deren Gesundheitzu setzen: welche freilich bei dem Einen so aussehenkönnte, wie der Gegensatz der Gesundheit bei einemAndern. Zuletzt bliebe noch die grosse Frage offen, obwir der Erkrankung entbehren könnten, selbst zurEntwicklung unserer Tugend, und ob nicht namentlichunser Durst nach Erkenntniss und Selbsterkenntniss derkranken Seele so gut bedürfe als der gesunden: kurz,ob nicht der alleinige AVille zur Gesundheit ein Vorurtheil,eine Feigheit und vielleicht ein Stück feinster Barbareiund Rückständigkeit sei.
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Das Leben kein Argument. — Wir haben unseine Welt zurecht gemacht, in der wir leben können —mit der Annahme von Körpern, Linien, Flächen, Ur-sachen und Wirkungen, Bewegung und Ruhe, Gestalt