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Figur im alten Europa — sich selber unbewusst, ohneallen Zweifel! Und auch den guten Deutschen unbe-wusst, die in ihm den Mann der ersten und vornehmstenGesellschaft anstaunen und sich gerne „den Ton von ihmangeben“ lassen. Das thut er denn auch! — und zunächstsind es die Feldwebel und Unteroffiziere, welche seinenTon nachahmen und vergröbern. Man gebe Acht auf dieCommandorufe, von denen die deutschen Städte förmlichumbrüllt werden, jetzt wo man vor allen Thoren exercirt:welche Anmaassung, welches wütliende Autoritätsgefühl,welche höhnische Kälte klingt aus diesem Gebrüll heraus!Sollten die Deutschen wirklich ein musikalisches Volksein? — Sicher ist, dass die Deutschen sich jetzt im Klangeihrer Sprache militarisiren: wahrscheinlich ist, dass sie,eingeübt militärisch zu sprechen, endlich auch militärischschreiben werden. Denn die Gewohnheit an bestimmteKlänge greift tief in den Charakter: — man hat balddie Worte und Wendungen und schliesslich auch dieGedanken, welche eben zu diesem Klange passen! Viel-leicht schreibt man jetzt schon offiziermässig; vielleichtlese ich nur zu wenig von Dem, was man jetzt in Deutsch-land schreibt. Aber Eins weiss ich um so sicherer: dieöffentlichen deutschen Kundgebungen, die auch in’s Aus-land dringen, sind nicht von der deutschen Musik inspirirt,sondern von eben jenem neuen Klange einer geschmack-widrigen Anmaassung. Fast in jeder Rede des erstendeutschen Staatsmanns, und selbst dann, wenn er sichdurch sein kaiserliches Sprachrohr vernehmen lässt, istein Accent, den das Ohr eines Ausländers mit Wider-willen zurückweist: aber die Deutschen ertragen ihn, —sie ertragen sich selber.