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mit Brutus trieb, — zum Mitschuldigen des Brutus machte?Oder war die politische Freiheit nur eine Symbolikfür irgend etwas Unaussprechbares? Stehen wir viel-leicht vor irgend einem unbekannt gebliebenen dunklenEreignisse und Abenteuer aus des Dichters eigenerSeele, von dem er nur durch Zeichen reden mochte?Was ist alle Hamlet-Melancholie gegen die Melancholiedes Brutus! — und vielleicht kannte Shakespeare auchdiese, wie er jene kannte, aus Erfahrung! Vielleichthatte auch er seine finstere Stande imd seinen bösenEngel, gleich Brutus! — Was es aber auch derart vonÄhnlichkeiten und geheimen Bezügen gegeben habenmag: vor der ganzen Gestalt und Tugend des Brutuswarf Shakespeare sich auf den Boden und fühlte sichunwürdig und ferne: — das Zeugniss dafür hat er inseine Tragödie hineingeschrieben. Zweimal hat er inihr einen Poeten vorgeführt und zweimal eine solcheungeduldige und allerletzte Verachtung über ihn ge-schüttet, dass es wie ein Schrei klingt, — wie der Schreider Selbstverachtung. Brutus, selbst Brutus verliert dieGeduld, als der Poet auftritt, eingebildet, pathetisch,zudringlich, wie Poeten zu sein pflegen, als ein Wesen,welches von Möglichkeiten der Grösse, auch der sitt-lichen Grösse, zu strotzen scheint und es doch in derPhilosophie der That und des Lebens selten selbst biszur gemeinen Rechtschaffenheit bringt. „Kennt er dieZeit, so kenn’ ich seine Launen, — fort mit demSchellen-LIanswurst!“ — ruft Brutus. Man übersetze sichdiess zurück in die Seele des Poeten, der es dichtete.
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Die Anhänger Schopenhauer’s. — Was manbei der Berührung von Cultur-Völkern und Barbaren
Nietzsche, Werke Band V.
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