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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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Wahrheit, die sehr wünschenswerte Verhüllung einespudendum, also eine Sache des Anstandes und derScham, und nicht mehr!

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Hingebung. Es giebt edle Frauen mit einergewissen Armuth des Geistes, welche, um ihre tiefsteHingebung auszudrücken, sich nicht anders zu helfenwissen als so, dass sie ihre Tugend und Scham an-bieten: es ist ihnen ihr Höchstes. Und oft wird diessGeschenk angenommen, ohne so tief zu verpflichten, alsdie Geberinnen voraussetzen, eine sehr schwermüthigeGeschichte!

66 .

Die Stärke der Schwachen. Alle Frauensind fein darin, ihre Schwäche zu übertreiben, ja sie sinderfinderisch in Schwächen, um ganz und gar als zer-brechliche Zierathe zu erscheinen, denen selbst einStäubchen wehe thut: ihr Dasein soll dem Manne seinePlumpheit zu Gemüthe führen und ins Gewissen schie-ben. So wehren sie sich gegen die Starken und allesFaustrecht.

67.

Sich selber heucheln. Sie liebt ihn nun undblickt seitdem mit so ruhigem Vertrauen vor sich hinwie eine Kuh: aber wehe! Gerade diess war seine Be-zauberung, dass sie durchaus veränderlich und unfassbarschien! Er hatte eben schon zu viel beständiges Wetteran sich selber! Sollte sie nicht gut thun, ihren altenCharakter zu heucheln? Lieblosigkeit zu heucheln? Räthihr also nicht die Liebe? Vivat comoedia!

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