erst nöthig, einzuschlafen! — und auch wir Menschenvon heute verstehen es noch viel zu gut, mit allemunsern guten Willen zum Wachsein und zum Tage!Es genügt, zu lieben, zu hassen, zu begehren, überhauptzu empfinden, — sofort kommt der Geist und die Kraftdes Traumes über uns, und wir steigen offnen Augesund kalt gegen alle Gefahr auf den gefährlichstenWegen empor, hinauf auf die Dächer und Thürme derPhantasterei, und ohne allen Schwindel, wie geborenzum Klettern — wir Nachtwandler des Tages! WirKünstler! Wir A^erhehler der Natürlichkeit! Wir Mond-und Gottsüchtigen! Wir todtenstillen unermüdlichenWanderer, auf Höhen, die wir nicht als Höhen sehen,sondern als unsere Ebenen, als unsere Sicherheiten!
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Die Frauen und ihre Wirkung in die Ferne.— Habe ich noch Ohren? Bin ich nur noch Ohr undNichts weiter mehr? Hier stehe ich inmitten des Bran-des der Brandung, deren weisse Flammen bis zu meinemFusse heraufzüngeln: — von allen Seiten heult, droht,schreit, schrillt es auf mich zu, während in der tiefstenTiefe der alte Erderschütterer seine Arie singt, dumpfwie ein brüllender Stier: er stampft sich dazu einensolchen Erderschütterer-Tact, dass selbst diesen verwet-terten Felsunholden hier das Herz darüber im Leibezittert. Da, plötzlich, wie aus dem Nichts geboren, er-scheint vor dem Thore dieses höllischen Labyrinthes,nur wenige Klafter weit entfernt, — ein grosses Segel-schiff, schweigsam wie ein Gespenst dahin gleitend. Ohdiese gespenstische Schönheit! Mit welchem Zauberfasst sie mich an! Wie? Hat alle Ruhe und Schweig-