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möchte. — Es gäbe schon ein Recept gegen pessi-mistische Philosophien und die übergrosse Empfindlich-keit, welche mir die eigentliche „Noth der Gegenwart“zu sein scheint: — aber vielleicht klingt diess Receptschon zu grausam und würde selber unter die Anzeichengerechnet werden, auf Grund deren hin man jetzt ur-theilt: „Das Dasein ist etwas Böses“. Nun! Das Receptgegen „die Noth“ lautet: Noth.
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Grossmuth und Verwandtes. — Jene paradoxenErscheinungen, wie die plötzliche Kälte im Benehmendes Gemüthsmenschen, wie der Humor des Melancho-likers, wie vor Allem die Grossmuth, als eine plötz-liche Verzichtleistung auf Rache oder Befriedigung desNeides — treten an Menschen auf, in denen eine mäch-tige innere Schleuderkraft ist, an Menschen der plötz-lichen Sättigung und des plötzlichen Ekels. Ihre Be-friedigungen sind so schnell und so stark, dass diesensofort Überdruss und Widerwille und eine P'lucht inden entgegengesetzten Geschmack auf dem Fusse folgt:in diesem Gegensätze löst sich der Krampf der Em-pfindung aus, bei Diesem durch plötzliche Kälte, beiJenem durch Gelächter, bei einem Dritten durch Thränenund Selbstaufopferung. Mir erscheint der Grossmüthige— wenigstens jene Art des Grossmüthigen, die immeram meisten Eindruck gemacht hat — als ein Menschdes äussersten Rachedurstes, dem eine Befriedigungsich in der Nähe zeigt und der sie so reichlich, gründlichund bis zum letzten Tropfen schon in der Vorstel-lung austrinkt, dass ein ungeheurer schneller Ekel dieserschnellen Ausschweifung folgt, — er erhebt sich nunmehr