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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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Künstler und Contemplativen aller Art, aber auch schonjene Müssiggänger, die ihr Leben auf der Jagd, auf Reisenoder in Liebeshändeln und Abenteuern zubringen. AlleDiese wollen Arbeit und Noth, sofern sie mit Lust ver-bunden ist, und die schwerste, härteste Arbeit, wenn essein muss. Sonst aber sind sie von einer entschlossenenTrägheit, sei es selbst, dass Verarmung, Unehre, Gefahrder Gesundheit und des Lebens an diese Trägheit ge-knüpft sein sollte. Sie fürchten die Langeweile nicht sosehr, als die Arbeit ohne Lust: ja, sie haben viel Lange-weile nöthig, wenn ihnen ihre Arbeit gelingen soll.Für den Denker und für alle erfindsamen Geister istLangeweile jene unangenehmeWindstille der Seele,welche der glücklichen Fahrt und den lustigen Windenvorangeht; er muss sie ertragen, muss ihre Wirkungbei sich abwarten: Das gerade ist es, was diegeringeren Naturen durchaus nicht von sich erlangenkönnen! Langeweile auf jede Weise von sich scheuchenist gemein: wie arbeiten ohne Lust gemein ist. Eszeichnet vielleicht die Asiaten vor den Europäern aus,dass sie einer längeren, tieferen Ruhe fähig sind alsdiese; selbst ihre Narcotica wirken langsam und ver-langen Geduld, im Gegensatz zu der widrigen Plötzlich-keit des europäischen Giftes, des Alkohols.

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Was die Gesetze verrathen. Man vergreiftsich sehr, wenn man die Strafgesetze eines Volkes studirt,als ob sie ein Ausdruck seines Charakters wären; dieGesetze verrathen nicht Das, was ein Volk ist, sondernDas, was ihnen fremd, seltsam, ungeheuerlich, ausländischerscheint. Die Gesetze beziehen sich auf die Ausnahmen