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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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eines besseren Intellectes, als die Wirkung starker, böserNeigungen, loslösender, isolirender, trotziger, schaden-froher, hämischer Neigungen. Die Ketzerei ist dasSeitenstück zur Hexerei, und gewiss ebensowenig alsdiese etwas Harmloses oder gar an sich selber Ver-ehrungswürdiges. Die Ketzer und die Hexen sind zweiGattungen böser Menschen: gemeinsam ist ihnen, dasssie sich auch als böse fühlen, dass aber ihre unbezwing-liche Lust ist, an Dem, was herrscht (Menschen oderMeinungen), sich schädigend auszulassen. Die Refor-mation, eine Art Verdoppelung des mittelalterlichenGeistes, zu einer Zeit, als er bereits das gute Gewissennicht mehr bei sich hatte, brachte sie Beide in grössterFülle hervor.

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Letzte Worte. Man wird sich erinnern, dassder Kaiser Augustus, jener fürchterliche Mensch, der sichebenso in der Gewalt hatte und der ebenso schweigenkonnte wie irgend ein weiser Sokrates, mit seinemletzten Worte indiscret gegen sich selber wurde: erliess zum ersten Male seine Maske fallen, als er zu ver-stehen gab, dass er eine Maske getragen und eineKomödie gespielt habe, er hatte den Vater des Vater-landes und die Weisheit auf dem Throne gespielt, gutbis zur Illusion! Plandite amici, comoedia finita est!Der Gedanke des sterbenden Nero: qualis artifex fiereo!war auch der Gedanke des sterbenden Augustus: Hi-strionen - Eitelkeit! LIistrionen - Schwatzhaftigkeit! Undrecht das Gegenstück zum sterbenden Sokrates! AberTiberius starb schweigsam, dieser gequälteste aller Selbst-quäler, der war ächt und kein Schauspieler! Wasmag Dem wohl zuletzt durch den Kopf gegangen sein!