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Lagen, diese ebenso beständigen neuen Gefahren,Schmerzen und Auskunftsmittel haben zuletzt eine in-tellectuale Reizbarkeit erzeugt, welche beinahe so vielals Genie, und jedenfalls die Mutter alles Genie’s ist.
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Nicht zur Erkenntniss vorausbestimmt. —Es giebt eine gar nicht seltene blöde Demüthigkeit,mit der behaftet man ein für alle Mal nicht zum Jüngerder Erkenntniss taugt. Nämlich: in dem Augenblick,wo ein Mensch dieser Art etwas Auffälliges wahr-nimmt, dreht er sich gleichsam auf dem Fusse um undsagt sich: „Du hast dich getäuscht! Wo hast du deineSinne gehabt! Diess darf nicht die Wahrheit sein!“ —und nun, statt noch einmal schärfer hinzusehen und hin-zuhören, läuft er wie ein geschüchtert dem auffälligenDinge aus dem Wege und sucht es sich so schnell wiemöglich aus dem Kopfe zu schlagen. Sein innerlicherKanon nämlich lautet: „Ich will Nichts sehen, was derüblichen Meinung über die Dinge widerspricht! Binich dazu gemacht, neue Wahrheiten zu entdecken? Esgiebt schon der alten zu viele.“
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Was heisst Leben? — Leben — das heisst: fort-während Etwas von sich abstossen, das sterben will;Leben — das heisst: grausam und unerbittlich gegenAlles sein, was schwach und alt an uns, und nicht nuran uns, wird. Leben — das heisst also: ohne Pietätgegen Sterbende, Elende und Greise sein? ImmerfortMörder sein? — Und doch hat der alte Moses gesagt:„Du sollst nicht tödten!“
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