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träum, wahrscheinlich vor den harten Schlägen der Thurm-uhr, die eben mit all der Wichtigkeit, die ihr eigen ist,die fünfte Stunde verkündete. Es scheint mir, dass diess-mal der Gott der Träume sich über meine Gewohnheitenlustig machen wollte, — es ist meine Gewohnheit, denTag so zu beginnen, dass ich ihn für mich zurecht legeund erträglich mache, und es mag sein, dass ich diessöfters zu förmlich und zu prinzenhaft gethan habe.
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Die Anzeichen der Corruption. — Man beachtean jenen von Zeit zu Zeit nothwendigen Zuständen derGesellschaft, welche mit dem Wort „Corruption“ be-zeichnet werden, folgende Anzeichen. Sobald irgendwo die Corruption eintritt, nimmt ein bunter Aber-glaube überhand, und der bisherige Gesammtglaubeeines Volkes wird blass und ohnmächtig dagegen: derAberglaube ist nämlich die Freigeisterei zweiten Rang-es,— wer sich ihm ergiebt, wählt gewisse ihm zusagendeFormen und Formeln aus und erlaubt sich ein Recht derWahl. Der Abergläubische ist, im Vergleich mit demReligiösen, immer viel mehr „Person“ als dieser, undeine abergläubische Gesellschaft wird eine solche sein, inder es schon viele Individuen und Lust am Individuellengiebt. Von diesem Standpunkte aus gesehen, erscheintder Aberglaube immer als ein Fortschritt gegen denGlauben und als Zeichen dafür, dass der Intellect unab-hängiger wird und sein Recht haben will. Über Cor-ruption klagen dann die Verehrer der alten Religionund Religiosität, — sie haben bisher auch den Sprach-gebrauch bestimmt und dem Aberglauben eine übleNachrede selbst bei den freiesten Geistern gemacht. Lernen