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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
Seite
363
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zum Getränke, tagelangen stillen Wanderungen, wenigemSprechen, seltenem und vorsichtigem Lesen, einsamemWohnen, reinlichen, schlichten und fast soldatischen Ge-wohnheiten, kurz nach allen Dingen, die g-erade mir ambesten schmecken, gerade mir am zuträglichsten sind?Eine Philosophie, welche im Grunde der Instinct für einepersönliche Diät ist? Ein Instinct, welcher nach meinerLuft, meiner Höhe, meiner Witterung, meiner Art Ge-sundheit durch den Umweg meines Kopfes sucht? Esgiebt viele andere und gewiss auch viele höhere Erhaben-heiten der Philosophie, und nicht nur solche, welchedüsterer und anspruchsvoller sind als die meinen,vielleicht sind auch sie insgesammt nichts Anderes alsintellectuelle Umwege derartig persönlicher Triebe?Inzwischen sehe ich mit einem neuen Auge auf dasheimliche und einsame Schwärmen eines Schmetterlings,hoch an den Felsenufern des Sees, wo viele gute Pflanzenwachsen: er fliegt umher, unbekümmert darum, dass ernur das Leben Eines Tages noch lebt, und dass dieNacht zu kalt für seine geflügelte Gebrechlichkeit seinwird. Es würde sich wohl auch für ihn eine Philosophiefinden lassen: ob es schon nicht die meine sein mag.

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Vorschritt. Wenn man den Fortschritt rühmt,so rühmt man damit nur die Bewegung und Die, welcheuns nicht auf der Stelle stehen bleiben lassen, unddamit ist gewiss unter Umständen viel gethan, insonder-heit, wenn man unter Ägyptern lebt. Im beweglichenEuropa aber, wo sich die Bewegung, wie man sagt,von selber versteht ach, wenn wir nur auch Etwasdavon verstünden! lobe ich mir den Vorschritt