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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
Seite
355
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Idealisten, die vor Allem nach der Expansion lüsternsind! Zu alledem ist er nicht fanatisch, er hasst dieSchaustellung und die Ruhmredigkeit unserer Idealisten:sein Hochmutli, so gross er ist, will doch nicht dieAndern stören, er gesteht eine gewisse milde An-näherung zu und möchte Niemandem die gute Launeverderben, ja er kann lächeln! Es ist sehr viele an-tike Humanität in diesem Ideale! Das Schönste aber ist,dass ihm die Angst vor Gott völlig abgeht, dass erstreng an die Vernunft glaubt, dass er kein Bussrednerist. Epiktet war ein Sclave: sein idealer Mensch istohne Stand und in allen Ständen möglich, vor Allemaber wird er in der tiefen, niedrigen Masse zu suchensein, als der Stille, Sich-Selbst-Genügende innerhalb einerallgemeinen Verknechtung, der sich nach Aussen hinfür sich selber wehrt und fortwährend im Zustande derhöchsten Tapferkeit lebt. A^on dem Christen unter-scheidet er sich vor Allem hierin, dass der Christ inHoffnung lebt, in der Vertröstung aufunaussprechbareHerrlichkeiten, dass er sich beschenken lässt und dasBeste von der göttlichen Liebe und Gnade, und nichtvon sich, erwartet und annimmt: während Epiktet nichthofft und sein Bestes sich nicht schenken lässt, erbesitzt es, er hält es tapfer in seiner Hand, er macht esder ganzen Welt streitig, wenn diese es ihm raubenwill. Das Christenthum war für eine andere Gattungantiker Sclaven gemacht, für die willens- und vernunfts-schwachen, also für die grosse Masse der Sclaven.

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Die Tyrannen des Geistes. Der Gang der

Wissenschaft wird jetzt nicht mehr durch die zufällige

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