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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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Kraftmengen vor, indem man sich irgend eine besondersschwere und anstrengende Arbeit auferlegt oder sichabsichtlich einem neuen Reize und Vergnügen unterwirftund dergestalt Gedanken und physisches Kräftespiel inandere Bahnen lenkt. Eben darauf läuft es auch hinaus,wenn man einen anderen Trieb zeitweilig begünstigt,ihm reiche Gelegenheit der Befriedigung giebt und ihnso zum Verschwender jener Kraft macht, über welchesonst der durch seine Heftigkeit lästig gewordene Triebgebieten würde. Dieser oder Jener versteht es wohlauch, den einzelnen Trieb, der den Gewaltherrn spielenmöchte, dadurch im Zaume zu halten, dass er allenseinen ihm bekannten anderen Trieben eine zeitweiligeAufmunterung und Festzeit giebt und sie das Futteraufzehren heisst, welches der Tyrann für sich alleinhaben will. Endlich sechstens: wer es aushält und ver-nünftig findet, seine gesammte leibliche und seelischeOrganisation zu schwächen und niederzudrücken, der er-reicht natürlich das Ziel der Schwächung eines einzelnenheftigen. Triebes ebenfalls damit: wie zum Beispiel Derthut, welcher seine Sinnlichkeit aushungert und dabeifreilich auch seine Rüstigkeit und nicht selten seinenAVrstand mit aushungert und zu Schanden macht, gleichdem Asketen. Also: den Anlässen ausweichen, Regelin den Trieb hineinpflanzen, Übersättigung und Ekel anihm erzeugen und die Association eines quälenden Ge-dankens (wie den der Schande, der bösen Folgen oderdes beleidigten Stolzes) zu Stande bringen, sodann dieDislocation der Kräfte und endlich die allgemeineSchwächung und Erschöpfung, das sind die sechsMethoden: dass man aber überhaupt die Heftigkeit einesTriebes bekämpfen will, steht nicht in unserer Macht,ebenso wenig, auf welche Methode man verfällt, ebenso