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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
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Man wird moralisch, nicht weil man mora-lisch ist! Die Unterwerfung unter die Moral kannsclavenhaft oder eitel oder eigennützig oder resignirtoder dumpf - schwärmerisch oder gedankenlos oder einAct der Verzweiflung sein, wie die Unterwerfung untereinen Fürsten: an sich ist sie nichts Moralisches.

98.

Wandel der Moral. Es giebt ein fortwährendesUmwandeln und Arbeiten an der Moral, das bewirkendie Verbrechen mit glücklichem Ausgange (wozuzum Beispiel alle Neuerungen des moralischen Denkensgehören).

99.

Worin wir Alle unvernünftig sind. Wir ziehenimmer noch die Folgerungen von Urtheilen, die wir fürfalsch halten, von Lehren, an die wir nicht mehr glau-ben, durch unsere Gefühle.

100.

Vom Traume erwachen. - Edle und weiseMenschen haben einmal an die Musik der Sphären ge-