ziehung zur Moral beigelegt und der Welt eine ethischeBedeutung über die Schulter gehängt. Das wird ein-mal ebenso viel und nicht mehr Werth haben, als esheute schon der Glaube an die Männlichkeit oder Weib-lichkeit der Sonne hat.
4 -
Gegen die erträumte Disharmonie der Sphä-ren. — Wir müssen die viele falsche Grossartigkeitwieder aus der Welt schaffen, weil sie gegen die Gerechtig-keit ist, auf die alle Dinge vor uns Anspruch haben!Und dazu thut noth, die Welt nicht disharmonischer sehenzu wollen als sie ist!
5 -
Seid dankbar! — Das grosse Ergebniss der bis-herigen Menschheit ist, dass wir nicht mehr beständigeFurcht vor wilden Thieren, vor Barbaren, vor Götternund vor unseren Träumen zu haben brauchen.
6 .
Der Taschenspieler und sein Widerspiel. —Das Erstaunliche in der Wissenschaft ist dem Erstaun-lichen in der Kunst des Taschenspielers entgegengesetzt.Denn dieser will uns dafür gewinnen, eine sehr einfacheCausalität dort zu sehen, wo in Wahrheit eine sehrcomplicirte Causalität in Tlrätigkeit ist. Die Wissenschaftdagegen nöthigt uns, den Glauben an einfache Causa-litäten gerade dort aufzugeben, wo Alles so leicht be-greiflich scheint und wir die Narren des Augenscheinssind. Die „einfachsten“ Dinge sind sehr complicirt, —.man kann .sich nicht genug darüber verwundern!