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Gedicht-Fragmente.
Die „Gedicht-Fragmente“ (S. 349—353) sind aus zahl-reichen Entwürfen ausgewählt: eine Reihe rein fragmentarischer,in ihrer unfertigen Form werthloser Skizzen bleibt ungedruckt.
Die Zeilen: „Glück, o Glück, du schönste Beute“ (S. 351)sind einem Notizbuch des Sommers 1882 entnommen. — DieVerse: „Die Zeit ist da“ (S. 351) sind der erste reimlose Ent-wurf des im Herbst 1884 entstandenen Gedichts „EinsiedlersSehnsucht“, das Nietzsche später als „Nachgesang aus hohenBergen“ an den Schluss von „Jenseits von Gut und Böse“gesetzt hat.
Unter den dichterischen Plänen, die Nietzsche im Herbst 1884beschäftigten, sind die „Medusen-Hymnen“ besonders be-merkenswerth. Von sieben geplanten Hymnen sind nur dreivollendet und als „Klage des Zauberers“, „Lied der Schwer-in uth“ und Wüstenpsalm („Unter Töchtern der Wüste“) in denvierten Theil des „Zarathustra“ übergegangen. Die „Klage desZauberers“ erscheint in den Entwürfen vom Herbst 1884 a l s:„Die Qual der Gebärerin“; „Qual des Schaffenden“; „DerGedanke“; „Aus der siebenten Einsamkeit“; „Der Einsamste“.Zu den Entwürfen dieses Hymnus gehört das auf S. 353 ge-druckte Bruchstück: „Der Einsamste“. — Das „Lied der Schwer-muth“ trägt hier die Titel: „Sonnen-Bosheit“; „Adlers Hass“;„Nur Dichter“; „Der Büsser des Geistes“. — Ausser diesenund den Hymnen: „Die Bösen“ („An die Bösen“) und „DieWeltmüden“ („An die Verzweifelnden“), deren vorhandeneBruchstücke auf S. 352—353 mitgetheilt sind, plante Nietzschedamals noch zwei Hymnen: „Hinweg von mir!“ oder „Jenseitsder Zeit“ und „Lob der Armuth“. Von der ersten ist nur derTitel, von der zweiten drei Zeilen vorhanden. — Der Gedankedes Schlussabsatzes der „Bösen“ (S. 352) findet sich im viertenTheil des „Zarathustra“: Vom höheren Menschen, Abschnitt 5.