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257 -
(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 64; Morgenröthe, Aph. 238.)
Es giebt eine Härte, welche als Stärke verstandenwerden möchte.
258.
Man hat nie: denn man ist nie. Man gewinnt oderverliert beständig.
259 -
Fein wissen, was uns wehethut und wie leicht einanderer uns wehethut und gleichsam seinen Gedankenvorher bestimmen, dass er auf keine uns schmerzhaftenWege geräth: das ist bei vielen Liebenswürdigen dieHauptsache: sie machen Freude und lassen den andernFreude ausströmen, — weil sie sehr den Schmerzfürchten: „Zartgefühl“ heisst man’s. — Wer eine ab-weisende, härtere Natur hat, hat keine Nöthigung, sichdergestalt in den andern zu versetzen, und thut ihm öfterwehe: er setzt diese leichte Schmerzfähigkeit nichtv oraus.
260.
Man kann mit jemandem so verwandt sein, dassman alles, was jener wirklich thut und erleidet, in seinemTraum ihn thun und erleiden sieht: weil man es selberthun und erleiden könnte.
261.
„Lieber zu Bett liegen und sich krank fühlen, alsetwas thun müssen“ — nach diesem heimlichen Grund-sätze leben alle Selbstquäler.