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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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257 -

(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 64; Morgenröthe, Aph. 238.)

Es giebt eine Härte, welche als Stärke verstandenwerden möchte.

258.

Man hat nie: denn man ist nie. Man gewinnt oderverliert beständig.

259 -

Fein wissen, was uns wehethut und wie leicht einanderer uns wehethut und gleichsam seinen Gedankenvorher bestimmen, dass er auf keine uns schmerzhaftenWege geräth: das ist bei vielen Liebenswürdigen dieHauptsache: sie machen Freude und lassen den andernFreude ausströmen, weil sie sehr den Schmerzfürchten:Zartgefühl heisst mans. Wer eine ab-weisende, härtere Natur hat, hat keine Nöthigung, sichdergestalt in den andern zu versetzen, und thut ihm öfterwehe: er setzt diese leichte Schmerzfähigkeit nichtv oraus.

260.

Man kann mit jemandem so verwandt sein, dassman alles, was jener wirklich thut und erleidet, in seinemTraum ihn thun und erleiden sieht: weil man es selberthun und erleiden könnte.

261.

Lieber zu Bett liegen und sich krank fühlen, alsetwas thun müssen nach diesem heimlichen Grund-sätze leben alle Selbstquäler.