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!53-
Jede Handlung schafft uns selber weiter, sie webtunser buntes Gewand. Jede Handlung ist frei, aber dasGewand ist nothwendig. Unser Erlebniss, — das istunser Gewand.
154-
So wie wir auch nur einen Schritt über das Mittel-maass menschlicher Güte hinausgehn, erregen unsreHandlungen Misstrauen. Die Tugend ruht nämlich „inder Mitte“.
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Manches Dasein hat keinen Sinn, es sei denn den,ein andres Dasein vergessen zu machen. Und ebensogiebt es opiatische Handlungen.
156.
Unsere Selbstmörder machen den Selbstmord ver-rufen, — nicht umgekehrt.
i57-
Wir müssen so gut grausam als mitleidig sein:hüten wir uns, ärmer zu werden, als die Natur es ist!
158.
(Vgl. oben S. 226, Nachträge zu Zarathustra, Nr. 105.)
Die Grausamkeit des Gefühllosen ist der Gegensatzdes Mitleidens; die Grausamkeit des Gefühlvollen ist diehöhere Potenz des Mitleidens.