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IOI.
(Vgl. Zarathustra, i. Theil, vom Wege des Schaffenden; Jenseits, Aph. 226.)
Ach, wie weich seid ihr gebettet! Ihr habt ein Ge-setz und einen bösen Blick gegen den, der gegen dasGesetz auch nur denkt. Wir aber sind frei; was wisstihr von der Qual der Verantwortlichkeit gegen sichselber! —
102.
In jeder Handlung eines höheren Menschen ist euerSittengesetz hundertfach gebrochen.
103.
(Vgl. Zarathustra I. Theil, vom Biss der Natter.)
Man wird euch die Vernichter der Moral nennen:aber ihr seid nur die Erfinder von euch selber.
104.
„So du weisst, was du thust, bist du selig —, sodu es aber nicht weisst, bist du verflucht und ein Frevleram Gesetz“ — sagte Jesus zu einem, der den Sabbathbrach; — ein Wort für alle Brecher und Verbrecher.
105.
(Vgl. Wanderer und sein Schatten, Aph. 81; Jenseits, Aph. 164.)
Jesus von Nazareth liebte die Bösen, aber nicht dieGuten: der Anblick von deren moralischer Entrüstungbrachte selbst ihn zum Fluchen. Überall, wo gerichtetwurde, nahm er Partei gegen die Richtenden: er wollteder Vernichter der Moral sein.