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(Vgl. Theil 3, von alten und neuen Tafeln, Absclin. 21.)
19. Das Heraufbeschwören der Feinde: wirhaben sie um unseres Ideals willen nöthig. Unsereebenbürtigen Feinde in Götter verwandeln und so unsheben und verwandeln!
(Vgl. oben S. 245, Nr. 177.)
20. Die neuen Könige: als Vorbild, Lehrer.
Die Einheit des Schaffenden, Liebenden, Erkennendenin der Macht.
Die neuen Lehrer als Vorstufe der höchsten Bildner(ihren Typus aufdrückend).
Die schwerste Erkenntniss als Hammer.
(Vgl. Theil 3, von den drei Bösen.)
21. Das ewige „Ich“ und seine Heiligung.Seligsprechung der Triebe: Selbst-Sucht und Herrsch-sucht vor allem. Alle Triebe, bisher verketzert, weil zustark an falscher Stelle, rehabilitirt.
Das frohlockende Gewissen: als Gebet.
22. Die grosse Frage.
Erst die Gesetzgebung. Dann, nachdem durch die-selbe die Aussicht auf Erzeugung des Übermenschen ge-geben ist, — grosser schauerlicher Augenblick! Zara-thustra verkündet die Lehre der Wiederkunft, — die jetzterst erträglich ist, ihm selber zum ersten Male!
Entscheidender Moment: Zarathustra fragt die
ganze Masse am Feste: „Wollt ihr das alles noch ein-
mal“? — Alles sagt „Ja!“
Er stirbt vor Glück dabei. —
Der sterbende Zarathustra hält die Erde umarmt.— Und obgleich es niemand ihnen gesagt hatte, wusstensie alle, dass Zarathustra todt war.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XII. 21