3°8
Wagner zu schildern.) Das Weib will ihn tödten, alsseine letzten Jünger entschlossen sind, ihm ihr Nein zusagen.
Zuerst wenden sich alle von Zarathustra ab. (Dasschrittweise zu schildern.) Zarathustra entzückt, merktnichts. Pana will ihn tödten. Im Augenblick, wo sieden Dolch führt, versteht Zarathustra alles undstirbt am Schmerz über dieses Mitleiden. Diesist deutlich zu machen!
Mit seiner Liebe drängte er den Adler zurück, dergegen ihn mit dem Ungestüm seiner Flügel schlug: erschrie wie einer, der zur Flucht räth; gern hätte er ihndavon getragen.
„Du weisst es doch, Pana mein Kind, mein Stern-lein, mein Goldohr, — du weisst es doch, dass auch ichdich lieb habe?“
„Die Liebe zu mir hat dich überredet, ich sehe es:aber noch verstehe ich den Willen deiner Liebe nicht,Pana!“
„Und was soll ich mit deinem Messer thun, Pana?Soll ich dir gelbe Trauben vom Weinstocke schneiden?Siehe, welche Fülle um mich ist!“
Als er aber seine Schlange gegen sich züngeln sah,da verwandelte sich langsam, langsam sein Gesicht:widerwillig sprang ihm das Thor der Erkenntniss auf:wie ein Blitz flog es hinein in die Tiefen seines Auges,und wieder wie ein Blitz; es fehlte noch ein Augenblick,und er hätte gewusst — —
Als das Weib diese Verwandlung sah, schrie es aufwie aus der höchsten Noth: „Stirb Zarathustra!“ —