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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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192.

Die sieben Einsamkeiten.

(Vgl. oben S. 247, Nr. 181.)

Dies sind die Reden von den sieben Einsamkeiten,welche Zarathustra zu seinem Herzen redete, als er seineFreunde verlassen hatte und auch seine Thiere; und da-mals hätte er gern sich selber verlassen.

Darin soll dargestellt werden, wie die Noth parallelwächst mit dem Glücke. Das Schenken, sowie dasSchaffen zeigt sein andres Gesicht. Die Härte in derTugend: die Qual in Mitleid und Gerechtigkeit: die

Vereinsamung und Heimathlosigkeit für den Freund derKommenden: das Schaffen als ein Zaubern bringteine Entzauberung mit sich in Bezug auf alles,was da ist: die Unlust an den höchsten Exemplarenentfremdet uns denen, an welchen doch gearbeitet wer-den muss.

1. Die Einsamkeit in Scham und Schwäche undSchweigen vor dem grössten Gedanken. Den Thierenausweichend. Die Einsamkeit eines einzigen Willens,der vor jedermann sich verbirgt, der aber jedermannerhebt.

Das geringste Verschweigen lähmt seine ganzeKraft: er fühlt, dass er einem Gedanken bisher aus-gewichen ist, der stürzt nun mit ganzer Kraft überihn her! Es ist ein Ringkampf: wer ist stark genug,Zarathustra oder der Gedanke?

Wozu Wahrheit! Es ist der stärkste Trieb ge-worden, der Wille zur Wahrheit! Zarathustra kannnicht anders!