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130.
Auch dein Ideal ist noch nicht deine Grenze: weiterreicht deine Kraft, als die Sehnsucht deines Auges.
131-
(Vgl. oben S. 198, Nr. II; auf den glückseligen Inseln.l
Der Schlaf ohne Traum, — das wäre mir das höchsteBöse. Und alles letzte Wissen heisse ich meine höchsteGefahr.
Durchschauen durch das vergängliche Netz undden letzten Schleier, ■— das wäre die grosse Müdigkeitund aller Schaffenden Ende.
132.
Die Gerechtigkeit trat vor mich hin: da zerbrach ichmeine Götzen und schämte mich. Einer Busse unter-warf ich mich und zwang mein Auge dorthin zu sehn,wohin es ungern sah: und Liebe dorthin zu tragen.
133 .
(Vgl. oben S. 203. Nr. 26.)
Und wenn ihr frei werden wollt, so müsst ihr nichtnur die lästigen Ketten von euch werfen: die Stundemuss kommen, wo ihr von euren Liebsten flieht.
Dein Weib musst du verlassen können, dein Land,deinen Nutzen, deinen verehrtesten Glauben: und eineZeitlang soll die Sonne deines Lebens dir untergehen.
134 .
(Vgl. von den Tugendhaften.)
Bist du ein Stern? So musst du auch wandernwollen, du Unstäter, und ohne Heimath sein.