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Wir stellen uns gefährlicher hin und geben uns viel-mehr dem Schmerze, dem Gefühl der Entbehrung hin:unser Atheismus ist ein Suchen nach Unglück, wofürdie gemeine Art Mensch gar kein Verständniss imLeibe hat.
36 .
Sobald ihr glaubt, es gäbe neben der absolutenCausalität noch einen Gott oder einen Zweck, so ist derGedanke an die Necessität unerträglich.
* 37 -
Die Natur muss nach Analogie des Menschen vor-gestellt werden, als irrend, versuchend, gut und böse, —als kämpfend und sich überwindend.
38 .
(Vgl. Zarathustra, Theil 2, auf den glückseligen Inseln.)
So wie wir die Moral nicht mehr nöthig haben,so auch nicht mehr die Religion. Das „ich liebe Gott“,
— die einzige alte Form des Religiösen, ist in die Liebeeines Ideals umgesetzt, — ist schöpferisch geworden:
— lauter Gott-Menschen.
39 -
Die Ehrfurcht vor Gott ist die Ehrfurcht vor demZusammenhang aller Dinge und Überzeugung von höhernWesen, als der Mensch ist.
Götter bilden, nach Göttern sich und andre bilden.Der Künstler ist Götter-Bildner (er liest das Gelungeneaus, unterstreicht es u. s. w.)