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(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 5.)
Die Unbefriedigten müssen etwas haben, an das sieihr Herz hängen: zum Beispiel Gott. Jetzt, wo dieser fehlt,bekommt zum Beispiel der Socialismus viele solche,die ehemals sich an Gott geklammert hätten, — oderpatria (wie Mazzini). Ein Anlass zu grossartiger Auf-opferung, und einer öffentlichen (weil sie disciplinirtund fest hält, auch Muth macht!) soll immer da sein!Hier ist zu erfinden!
14.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 14; Jenseits, Aph. 220.)
Wo wir etwas ganz Schätzenswerthes zu erkennenglauben und es erwerben und erhalten xvollen, also imEigenthums-Verlangen erwachen unsre edelsten Triebe.Der Liebende ist ein höherer Mensch: obschon er mehrEgoist ist als je. Aber i) sein Egoismus ist concentrirt,2) der eine Trieb ist entschieden siegreich über die andernund bringt das Aussergewöhnliche hervor.
i5-
„Nützen, nützlich“: dabei denkt jetzt jeder an Klug-heit Vorsicht Kälte Mässigung u. s. w., kurz an Seelen-zustände, die dem Affect entgegengesetzt sind. Trotz-dem muss es ungeheure Zeiten gegeben haben, wo derMensch das ihm Nützliche nur unter der Anregungder Affecte that, und wo ihm die Klugheit und Vernunft-kälte noch überhaupt fehlte. Damals redete das höchsteutile noch die Sprache der Leidenschaft, der Verrücktheit,des Schreckens: ohne eine so gewaltige Beredsamkeit