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Es wäre entsetzlich, wenn wir noch an Sünde glaubten:sondern, was wir auch thun werden, in unzähliger Wieder-holung, es ist unschuldig. Wenn der Gedanke derewigen Wiederkunft aller Dinge dich nicht überwältigt,so ist es keine Schuld: und es ist kein Verdienst, wenn eres thut. — Von allen unsern Vorfahren denken wir milder,als sie selber dachten, wir trauern über ihre einverleibtenIrrthümer, nicht über ihr Böses.
228.
Wir wollen ein Kunstwerk immer wieder erleben!So soll man sein Leben gestalten, dass man vor seineneinzelnen Theilen denselben Wunsch hat! Dies der Haupt-gedanke! Erst am Ende wird dann die Lehre von derWiederholung alles Dagewesenen vorgetragen, nachdemdie Tendenz zuerst eingepflanzt ist, etwas zu schaffen,welches unter den Menschen dieser Lehre hundertfachkräftiger gedeihen kann!
229.
Ihr meint, ihr hättet lange Ruhe bis zur Wieder-geburt, — aber täuscht euch nicht! Zwischen dem letztenAugenblick des Bewusstseins und dem ersten Schein desneuen Lebens liegt „keine Zeit“, — es ist schnell wie einBlitzschlag vorbei, wenn es auch lebende Geschöpfe nachJahrbillionen messen und nicht einmal messen könnten.Zeitlosigkeit und Succession vertragen sich miteinander,sobald der Intellect weg ist!