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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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heisst, die Kraft ist ewig gleich und ewig thätig: bisdiesen Augenblick ist schon eine Unendlichkeit abgelaufen,das heisst, alle möglichen Entwicklungen müssen schondagewesen sein. Folglich muss die augenblicklicheEntwicklung eine Wiederholung sein und so die, welchesie gebar und die, Welche aus ihr entsteht und so vor-wärts und rückwärts weiter! Alles ist unzählige Maledagewesen, insofern die Gesammtlage aller Kräfte immerwiederkehrt. Ob je, davon abgesehn, irgend etwasGleiches dagewesen ist, ist ganz unerweislich. Es scheint,dass die Gesammtlage bis ins Kleinste hinein die Eigen-schaften neu bildet, so dass zwei verschiedene Gesammt-lagen nichts Gleiches haben können. Ob es in einerGesammtlage etwas Gleiches geben kann, zum Beispielzwei Blätter? Ich zweifle: es würde voraussetzen, dasssie eine absolut gleiche Entstehung hätten, und damithätten wir anzunehmen, dass bis in alle Ewigkeitzurück etwas Gleiches bestanden habe, trotz aller Ge-sammtlagen-Veränderungen und Schaffung neuer Eigen-schaften: eine unmögliche Annahme!

204.

Wäre ein Gleichgewicht der Kraft irgendwann ein-mal erreicht worden, so dauerte es noch: also ist es nieeingetreten. Der augenblickliche Zustand widersprichtder Annahme. Nimmt man an, es habe einmal einenZustand gegeben, absolut gleich dem augenblicklichen,so wird diese Annahme nicht durch den augenblicklichenZustand widerlegt. Unter den unendlichen Möglichkeitenmuss es aber diesen Fall gegeben haben, denn bis jetztist schon eine Unendlichkeit verflossen. Wenn das Gleich-gewicht möglich wäre, so müsste es eingetreten sein.Und wenn dieser augenblickliche Zustand da war, dann