186.
(Vgl. oben S. 80 ff., Aph. 135, 136; Bd. XI, Nachträge z. Morgenrötke,
Aph. 346.)
Der Weise und der Geldmarkt. — Die neueErziehung hat zu verhindern, dass die Menscheneiner ausschliesslichen Neigung verfallen und zum Organwerden, gegenüber der natürlichen Tendenz zur Arbeits-theilung. Es sollen die herrschenden überschauendenWesen geschaffen werden, die dem Spiel des Lebens zu-schauen und es mitspielen, bald hier bald dort, ohneallzuheftig hineingerissen zu werden. Ihnen muss schliess-lich die Macht zufallen, ihnen wird sie anvertraut, weilsie keinen heftigen, ausschliesslich auf ein Ziel gerichtetenGebrauch davon machen. Zunächst giebt man ihnen dasGeld in die Hand, zum Zweck der Erziehung (die erstenErzieher müssen sich selber erzielin!), dann weil Geldin ihren Händen am sichersten ist (überall sonst wird esverbraucht für überheftige einseitige Tendenzen).So bildet sich eine neue regierende Kaste.
187.
(Vgl. Bd. Xi, Nachträge z. Morgenröthe, Aph. 353.)
Wie kann man dem Nächsten Kleinen FlüchtigenBedeutung geben? 1) Indem man es als AVurzel derGewohnheiten begreift; 2) als ewig und ebenfalls Ewigesbedingend.
188.
Wie unkräftig war bisher alle physiologische Er-kenntniss! Während die alten physiologischen Irr-thümer spontane Kraft bekommen haben! Lange langeZeit können wir die neuen Erkenntnisse nur als Reizeverwenden, — um die spontanen Kräfte zu entladen.