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Als Theile eines Ganzen nehmen wir an dessen Existenz-bedingungen und Functionen Antheil und einverleibenuns die dabei gemachten Erfahrungen und Ur-theile. Diese gerathen später miteinander in Kampf undRelation, wenn das Band der Gesellschaft zerfällt: ermuss in sich die Nachwirkungen des gesellschaftlichenOrganismus ausleiden, er muss das Unzweckmässigevon Existenzbedingungen, Urtheilen und Erfahrungen,die für ein Ganzes passen, abbüssen, und endlich kommter dahin, seine Existenzmöglichkeit als Individuumdurch Neuordnung und Assimilation, Excretion derTriebe in sich zu schaffen. Meistens gehn diese Ver-suchs-Individuen zu Grunde. Die Zeiten, wo sie ent-stehen, sind die der Entsittlichung, der sogenannten Cor-ruption, das heisst: alle Triebe wollen sich jetzt persönlichversuchen und, bis dahin nicht jenem persönlichen Nutzenangepasst, zerstören sie das Individuum durch Uber-maass. Oder sie zerfleischen es, in ihrem Kampfe miteinander. Die Ethiker treten dann auf und suchen demMenschen zu zeigen, wie er doch leben könne, ohne soan sich zu leiden, — meistens, indem sie ihm die altebedingte Lebensweise unter dem Joche der Gesell-schaft anempfehlen, nur so, dass an Stelle der Gesellschaftein Begriff tritt; — es sind Reactionäre. Aber sie er-halten viele, wenngleich durch Zurückführung in dieGebundenheit. Ihre Behauptung ist, es gebe ein ewigesSittengesetz; sie wollen das individuelle Gesetz nichtanerkennen und nennen das Streben dahin unsittlich undzerstörerisch. — Unvermeidlich überwiegen bei einem,der frei werden will, die Functionen und Kräfte, mit denener (oder seine Vorfahren) der Gesellschaft gedient haben:diese hervorragenden Functionen lenken und fördern oderbeschränken die übrigen, — aber alle hat er nöthig, um
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