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(Vgl. oben S. 38, Aph. 64; Bd. XI, Nachträge z. Morgenröthe, Aph. 138;Fröhliche Wissenschaft, Aph. 23, 149; Jenseits, Aph. 262.)
Ein starker freier Mensch empfindet gegen allesandre die Eigenschaften des Organismus.
1) Selbstregulirung: in der Form von Furcht vorallen fremden Eingriffen, im Hass gegen denFeind, im Maasshalten u. s. w.
2) Überreichlicher Ersatz: in der Form von Hab-sucht, Aneignungslust, Machtgelüst.
3) Assimilation an sich: in der Form von Foben,Tadeln, Abhängigmachen anderer von sich, dazuVerstellung, Fist, Lernen, Gewöhnung, Befehlen,Einverleiben von Urtheilen und Erfahrungen.
4) Secretion und Excretion: in der Form vonEkel, Verachtung der Eigenschaften an sich, dieihm nicht mehr nützen; das Überschüssige mit-theilen: Wohlwollen.
5) Metabolische Kraft: zeitweilig verehren, be-wundern, sich abhängig machen, einordnen, auf Aus-übung der andern organischen Eigenschaften fastverzichten, sich zum „Organe“ umbilden, dienenkönnen.
6) Regeneration: in der Form von Geschlechtstrieb,Lehrtrieb u. s. w.
Nun würde man irren, diese organischen Eigenschaftenzuerst bei dem Menschen vorauszusetzen: vielmehr be-kommt er diese alle zuletzt, als freigewordener Mensch.Er hat dagegen begonnen alsTheil eines Ganzen, welchesseine organischen Eigenschaften hatte und den Einzelnenzu seinem Organe machte, — so dass durch unsäglichlange Gewöhnung die Menschen zunächst die Affecte
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XII.
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