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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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Eines und Ganzes und will nicht mehr als Vielheit sicherkennen lassen. So könnte es mit jeder Lust, jedemSchmerz sein! Es sind Gehirnphänomene! Aber längstuns einverleibte und jetzt nur als Ganzes sich präsen-tirende AGelheiten! Warum thut ein geschnittenerFinger wehe? An sich thut er nicht wehe (ob er schonReize erfährt), der, dessen Gehirn chloroformirt ist, hatkeinenSchmerz im Finger. Sollte erst das Urtheil überdie Verletzung eines functionirenden Organs, von Seitender vorstellenden Einheit, nötliig gewesen sein? Ist esdie Einheit, welche allein die Schädigung sich vorstelltund jetzt sie uns als Schmerz zu empfinden giebt, in-dem sie dorthin, wo der Schade geschehen, die stärkstenReize schickt? Könnte also auch die Absicht auf FluchtAbwehr Vorsicht Rettung in dem Schmerz stecken?Mittel, weiterem Schaden vorzubeugen? Zugleich Wuthüber die Verletzung, Rachegefühl in einem? Alles zu-sammen Schmerz? So uns zum Bewusstsein kom-mend, als Durcheinander und Einheit des Gefühls?

49.

Unsere höheren Schmerzen, die sogenannten Schmer-zen der Seele, deren Dialektik wir oft noch sehen, beim Ein-treten irgend eines Ereignisses, sind langsam und aus-einandergezogen, im Vergleich zum niederen Schmerz(zum Beispiel bei einer Verwundung), dessen CharakterPlötzlichkeit ist. Aber letzterer ist ebenso complicirtund dialektisch im Grunde, und intellectuell. Das Wesent-liche ist, dass viele Affecte auf einmal losstürzen und aufeinander stürzen, dies plötzliche Wirrsal und Chaosist für das Bewusstsein der physische Schmerz.Lust und Schmerz sind keineunmittelbaren Thatsachen,