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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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UnsreAussenwelt ist ein Phantasie-Product,wobei frühere Phantasien als gewohnte eingeübte Thätig-keiten wieder zum Bau verwendet werden. Die Farben,die Töne sind Phantasien, sie entsprechen gar nicht exactdem mechanischen wirklichen Vorgang, sondern unsermindividuellen Zustande.

46.

(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 211; Fröhliche Wissen-schaft, Aph. 265.)

In Hinsicht auf alle unsere Erfahrung müssenwir immer skeptisch bleiben und zum Beispiel sagen:wir können von keinemNaturgesetz eine ewige Gül-tigkeit behaupten, wir können von keiner chemischenQualität ihr ewiges Verharren behaupten, wir sind nichtfein genug, um den muthmaasslichen absoluten Flussdes Geschehens zu sehen: das Bleibende ist ver-möge unsrer groben Organe da, welche zusammenfassenund auf Flächen hinlegen, was s o gar nicht existirt.Der Baum ist in jedem Augenblick etwas Neues: dieF orm wird von uns behauptet, weil wir die feinste, ab-solute Bewegung nicht wahrnehmen können: wir legeneine mathematische Durchschnittslinie hinein indie absolute Bewegung, überhaupt Linien und Flächenbringen wir hinzu, auf der Grundlage des Intellects,welches der Irrthum ist: die Annahme des Gleichenund des Beharrens, weil wir nur Beharrendes sehenkönnen und nur bei Ähnlichem (Gleichem) uns erinnern.Aber an sich ist es anders: wir dürfen unsre Skepsisnicht in die Essenz übertragen.