halten wir uns an unsre starken Seiten, weil wir hierallein tüchtig arbeiten, bauen können und Meister werdenwollen.
566.
(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 365.)
Im ganzen habe ich, wie blind im Wasser schwimmend,mich der Reihe nach der mir nöthigen Nahrung genähert:Schärfung des Intellects, nachher Aufschwung und Auf-opferung des Selbst, nachher Gerechtigkeit und Besonnen-heit, Selbständigkeit, nachher umsichtige Milde gegen allesSelbständige u. s. w. Nicht mit Urtheil: sondern das Über-maass trieb mich immer wieder davon, und der neue Ge-schmack that mir wohl. Der Schmerz lehrte mich, dieverstreute Freude in dem Dasein zu würdigen, die Parteilehrte mich die Einsamkeit, der Gelehrte in mir triebmich, den Künstler zu verstehn u. s. w.
567 -
{Vgl. Nachträge zur, Geburt der Tragödie, Bd. IX S. 163 ff.)
Versuche einer aussermoralischen Weltbe-trachtung früher zu leicht von mir versucht, — eineästhetische (die Verehrung des Genies).
568.
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 490.)
Darf ich doch mitreden! Alle die Wahrheiten sindfür mich blutige Wahrheiten, — man sehe meine früherenSchriften an.
569-
Ich habe meine Schriften jederzeit mit meinem gan-zen Leib und Leben geschrieben: ich weiss nicht, wasrein geistige Probleme sind.