io. Allerlei Menschliches.
(Vgl. Morgenröthe, 4. Buch.)
457 -
Man könnte die Menschen darnach abschätzen,wie hoch das Glück eines jeden ist, das ihm überhauptmöglich ist, wiederum, wie viel Glück er mitzutheilenvermag, wie viel Unbehagen und Unglück u. s. w.
458 .
Giebt es etwas Wichtigeres und Wirksameres, alsjeden Menschen seiner Bekanntschaft als einen schwie-rigen Process anzusehen, vermöge dessen sich eine’sym-pathische Art Wohlsein durchsetzen möchte: erstwenn dies Wohlsein erreicht ist, ist das Gleichgewichtzwischen ihm und uns allen hergestellt; von da an theilter von seiner Freude mit und drängt sich doch nicht indie Sphäre der anderen, er steht als kräftiger Baumunter andern Bäumen, in der Freiheit des Waldes.
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Dinge, die man dauernd lieb haben will, muss manein wenig unter ihrem wahren Werthe ansetzen: mandarf nie ganz wissen, was sie sind. Wehe dem, derübertreibt! Er verliert jedes Kleinod: falls er nämlichaus der Stimmung der Übertreibung in ihren Gegensatzgeräth.