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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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Getümmel der Meinungen zu werfen und selber voller Be-gehrungen zu sein, die uns unruhig, ungeduldig machenund die Weihe der Schwangerschaft nehmen. Ich höre nochimmer jedem Tacte an, was für Gebrechen der Musikerhat: sein Mehr-bedeuten-wollen, sein Abweichen vonder Regel, sein Unterstreichen dessen, was er bessermacht als andre, alle Kleinlichkeiten sind fortwährendmit productiv, wenn erst der Genie-Unsinn in ihm wüthet.Dagegen Menschen wie Moltke.

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(Vgl. der neue Umblick, Aph. 68, 77, 78.)

Wo sind die grossen Seelen hin? Was man jetzt sonennt, da sehe ich nicht mehr als Menschen, die miteinem ungeheuren Aufwand von Kraft vor sich selberKomödie spielen, vor sich selber Effect machen wollenund mit einer kaum erdenklichen Gier nach dem Publi-cum hinhorchen, weil dessen Applaus und Vergötterungihnen selber den Glauben an sich geben soll. Ihre Wir-kung auf andere ist für diese durch allzugrosse An-strengung Erschöpften eine Kraftbrühe. Es ist eineKrankheitsgeschichte.

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(Vgl. Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. 164.)

Das Genie wird verkannt und verkennt sich selber,und dies ist sein Glück! Wehe, wenn es sich selber er-kennt! Wenn es in die Selbstbewunderung, .den lächer-lichsten und gefährlichsten aller Zustände verfällt! Es istja am reichsten und fruchtbarsten Menschen nichts mehr,wenn er sich bewundert, er ist damit tiefer hinabge-stiegen, geringer geworden, als er war damals, woer sich noch an sich selber freuen konnte, wo er nochan sich selber litt! Da hatte er noch die Stellung zu