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Grimassen und Excesse, nicht aus der Stärke des Affects,sondern um sich Glauben zu verschaffen. Derart sindselbst die Leidenschaften bei Richard Wagner: so dassman im Leben jeden für toll halten müsste, der dergestaltseinen Empfindungen nachläuft (ein Ekel genügt, umjemand zu tödten). Es fehlt ganz der Genuss, den manerst den moralischen nannte: dass einer sein Pferd zureiten versteht, dass es schön, kühn, leidenschaftlich seiwie sein Reiter, letzterer aber die Schönheit, Kühnheit,Leidenschaft durch seine Vernunft hindurch leuchtenlasse, welche alles mässigt und zum Ansehen erträglichmacht. Bei dem wahnsinnigen Jagen jener Rosse hatman Schwindel und Erschöpfung.
386.
Gehorchen, mehr thun als seine Pflicht ist, Lob ab-lehnen, stolz sein auf Integrität: deutsch. Jetzt habenwir die wüthend gewordene Eitelkeit, und leider sindeinige unserer hervorragenden Denker und Künstlervorangegangen: jeder will mehr bedeuten als sein undmacht für sich „Reclame“.
387.
Wie deutsche Maler jetzt malen, deutsche Musikercomponiren, deutsche Dichter dichten: immer hört mandie Anmaassung, die Schauspielerei der Grösse heraus.