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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
313
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hat:ich mehr und stärker sagen als die gewöhn-lichen Menschen, sich selber gegen sie durchsetzen, sichstemmen gegen jeden Versuch, uns zum Werkzeug undGliede zu machen, sich unabhängig machen, auf die Ge-fahr hin, die anderen sich zu unterwerfen oder zu opfern,wenn die Unabhängigkeit nicht anders zu erreichen ist,einen Nothzustand der Gesellschaft jenen billigen unge-fährlichen einheitlichen Wirthschaften vorziehen, und diekostspielige verschwenderische, durchaus persönliche Artzu leben als Bedingung betrachten, damitder Menschhöher mächtiger fruchtbarer kühner ungewöhnlicher undseltener werde: damit die Menschheit an Zahl ab-nehme und an Werth wachse.

318.

(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 62.)

Nicht dass wir den Menschen helfen und nützenwollen: nein dass wir Freude haben an den Men-schen, das ist das Wesentliche an sogenannten gutenMenschen und an der Moralität. Es ist das Neue, dasSpäterreichte. Unsreguten Handlungen verstehen sichbei dieser Freude von selber: wenn wir sie nicht fürch-ten und nicht anfeinden und doch zahllose Relationenzu ihnen haben, so können dies keine andern sein alssolche, welche unsre Freude an ihnen vermehren, dasheisst, wir bemühen uns, sie im Streben nach stilisirterIndividualität zu fördern, mindestens den Anblick desHässlichen (Leidenden) zu beseitigen. Liebe zu denMenschen?? Aber ich sage: Freude an den Menschen!Und damit diese nicht unsinnig ist, muss man helfen,dass es das giebt, was uns erfreut. Man sieht: dieRedlichkeit über uns und die Anerkennung der fremdenNatur, die Geschmacksentwicklung, welche den Anblick