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des Menschen, das odium generis humani — Um dieMenschheit eines solchen Opfers eines Gottes werth zufühlen, musste man sie in’s tiefste verachten und vor sichherabwürdigen.
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(Vgl. Morgenröthe, Aph. 67, Jenseits von Gut und Böse, Aph. 269, undAntichrist, Cap. 29 ff.)
Wenn in die Seele eines Kindes in einer abergläu-bischen Umgebung und Zeit der Gedanke fällt, „du bistder Sohn Gottes“, und es von früh an durch die Fröm-migkeit seiner Mutter belehrt wird, dass dieser Gott heiligist und Heiligkeit will: dazu ein sanftes Temperamentund eine glühende visionäre Phantasie, ein durch Ent-haltsamkeit und Einsamkeit erzogenes Vertrauen zu sichselber: so einer kann zum Glauben, sündlos zu sein, kom-men, sobald er als Sohn Gottes sich glaubt und somitseinen eignen Befehlen gehorcht: — sublime Art desStolzes. Als Gesetzgeber ist er dem Gesetz überlegen,er kann Höheres darüber hinaus zeigen, es vollenden:wie ungereimt für ihn, etwas zu thun, das wider seinefixe Idee geht! Von dieser Höhe aus sehnt er sichnach Liebe, — die Menschen sollen an ihn glauben:das ist das Einzige, was ihm fehlt, und dafür will erihnen alles geben, was er kann, zum Beispiel GottesGnade. Die Kinder, die Armen, die Dummen, die Ver-achteten, die sich selber Verachtenden sind seine Lieb-linge. Er dichtet sich seinen Gott nach seinem Bilde,so dass er Liebe erweisen kann als Gott: er eliminirtund schwächt Vorstellungen, aus denen ein andrer Gottsich ergiebt. Seine Redlichkeit gegen sich ist sehr ge-ring, er hat weder in Bezug auf seinen Glauben alsGottessohn ein feines Gewissen, noch in Bezug auf seineErkenntniss der Natur und der Menschen. Er belügt